Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld
Tages- und Festgeld sind verschiedene Geldanlagen mit unterschiedlichen Bedingungen.
Tagesgeld wird auf einen Tagesgeldkonto angelegt, was nicht als Girokonto genutzt werden kann. Als so genanntes Tages Festgeld ist dieses Geld täglich bis zur vollen Höhe verfügbar. Dafür sind beim Tages Festgeld auch die Zinsen nur für den jeweiligen Tag fest. Sie orientieren sich am Markt und können sich täglich verändern. Der Anleger muss somit sein Tages Festgeld ständig beobachten, um bei Zinsschwankungen reagieren zu können und das Geld eventuell auf einem anderen Bankkonto anlegen.
Beim Festgeld wird das Geld für einen festen Zeitraum mit fest vereinbarten Zinsen angelegt. Der Sparer kann darüber in dieser Zeit nicht mehr verfügen. Auch in Notsituationen kann er das Geld maximal beleihen, oder bei einigen Banken aus Kulanz mit zusätzlichen Kosten zurück erhalten.
Für Tages- und Festgeld werden in der Regel keine Kontoführungsgebühren erhoben, wobei manche Banken bei Festgeldanlagen für die Bearbeitung Gebühren berechnen, die oft nur im klein gedruckten zu finden sind.
Im Gegensatz zu Aktien und Fonds ist das Tages- und Festgeld über den gesetzlichen Einlagensicherungsfond bis zu 100.000 € innerhalb der EU sicher. Die meisten Banken bieten über freiwillige Einlagensicherungen weitere Sicherheiten an.
Vertragslaufzeiten für Festgeld und Zinsen, was sollte beachtet werden
Die Anlagemöglichkeiten sind für Festgeld sehr vielfältig und auch bei jeder Bank unterschiedlich. In der Regel wird eine bestimmte Mindestsumme für jede Festgeldanlage verlangt. Es gibt Angebote von Festgeld ab 3 Monaten bis zu 120 Monaten. Wenn der Vertrag einmal abgeschlossen ist, ist eine Veränderung der Laufzeit, oder der vereinbarten Zinsen nicht mehr möglich. Deshalb sollte jeder vorher genau prüfen, wie lange er sein Geld anlegen möchte und kann. Dabei muss auch beachtet werden, dass die Zinsentwicklung oft nicht vorhersehbar ist. Das kann bei fallenden Zinsen für angelegtes Geld vorteilhaft sein, jedoch bei steigenden Zinsen auch nachteilig wirken.
Die Zinsen sind auch in der gegenwärtigen niedrigen Zinsphase zwischen den Banken sehr unterschiedlich. Das was manche Bank für Festgeldanlagen von 36, oder sogar 60 Monaten anbietet, gibt es bei anderen Banken oft schon auf das Tagesgeldkonto bei täglicher Verfügbarkeit.
Hier sollte sich jeder vor dem Vertragsabschluss genau informieren. Sehr einfach, bequem und ohne fremde Beeinflussung ist das über einen Festgeldrechner im Internet möglich. Dabei sind es oft dir Direktbanken, die hier mit ihren günstigen Angeboten auf den vorderen Plätzen liegen. Wer keine persönliche Beratung benötigt, kann hier oft sehr bequem und günstig sein Festgeld anlegen. Es ist sehr wichtig, die Bank aus dem Internet, der das Geld anvertraut werden soll etwas genauer zu prüfen, als bei den Banken der Region. Auch dazu gibt es im Internet sehr gute Möglichkeiten. Bei ausländischen Banken ist es sinnvoll, wenn sie eine Niederlassung in Deutschland haben und dort auch der Gerichtsstand für deutsche Anleger ist.
Die jährlichen Zinsen, die es für das Festgeld gibt, können derzeit bis zu 801 € pro Person über einen Freistellungsauftrag vor weiteren Kapitalertragsabzügen geschützt werden. Beachtet werden muss, dass diese gesetzlich vorgeschriebene Summe nicht pro Sparkonto, sondern für alle Zinserträge gelten.