Festgeld vs. Tagesgeld – was macht wann Sinn?

Wer bei seiner Geldanlage besonders auf Sicherheit setzen möchte, wird schnell das Tagesgeld und auch das Festgeld als interessante Anlagemöglichkeiten entdecken, denn als Zinseinlagen unterliegen beide der gesetzlichen Einlagensicherung, die im Insolvenzfall bis zu 100.000 Euro an Einlagen und Zinsen erstattet. Natürlich stellt sich als Anleger dabei die Frage, welche der beiden Optionen man letztlich auswählen soll und worin sich das Tagesgeld und das Festgeld eigentlich unterscheiden. Genau dies soll nun etwas genauer erklärt werden, damit sich potenzielle Anleger besser orientieren und eine passende Auswahl treffen können.

Mit einem Festgeldkonto lässt sich oftmals eine bessere Rendite erzielen

Orientiert man sich bei der Wahl der Geldanlage allein an der Rendite, stellt das Festgeld oftmals die interessantere Alternative dar, denn gerade bei längeren Laufzeiten kann man zum Teil Zinsen in sehr ansehnlicher Höhe erhalten. Während ein Tagesgeldkonto in Niedrigzinsphasen gerade einmal etwas über 2,00% Rendite pro Jahr mit sich bringt, kann ein Festgeldkonto über 4,00% Zinsen jährlich erwirtschaften, wobei dann natürlich auch Laufzeiten von 4-6 Jahren einkalkuliert werden müssen. Die aktuellen Zinskonditionen beim Festgeld findet man hier, so dass man sich stets einen Überblick verschaffen kann, welche Anbieter aktuell besonders attraktive Festgeldkonten zur Verfügung stellen.  

Flexible Anleger sind mit einem Tagesgeldkonto besser bedient

Auch wenn das Festgeld eine höhere Rendite mit sich bringt als ein Tagesgeldkonto, muss man sein Kapital dafür auch über einen bestimmten Zeitraum hinweg fest anlegen und hat währenddessen keinen Zugriff darauf. Dies ist auf einem Tagesgeldkonto natürlich anders, denn hier besteht jederzeit die Möglichkeit, auf das eigene Kapital zuzugreifen oder die Einlage nach eigenem Bedarf zu erhöhen sowie zu senken. Diese Flexibilität ist vor allem immer dann besonders interessant, wenn man das Kapital nur parkt, bis es anderweitig verwendet wird, denn auf diesem Weg erzielt es in der Zwischenzeit noch eine recht ansehnliche Rendite.

Tagesgeld und Festgeld lassen sich auch gut als gegenseitige Ergänzungen nutzen

Bei der Frage nach der richtigen Geldanlage muss es gar nicht immer so sein, dass man sich unbedingt für eine der beiden Alternativen entscheidet, sondern oftmals kann auch die Nutzung beider Geldanlagen sehr sinnvoll sein. So lässt sich ein Teil des eigenen Kapitals, der länger entbehrt werden kann, sehr bequem und renditeträchtig auf einem Festgeldkonto anlegen, wohingegen die Reserve für schnelle finanzielle Transaktionen auf einem Tagesgeldkonto zu günstigen Zinsen geparkt wird. Auf diese Weise optimiert man die eigene Rendite und hat trotzdem jederzeit Zugriff auf einen Teil seines Kapitals.